Geld ist nicht das Wichtigste! – Was Arbeitnehmer in Deutschland zufrieden macht

11.02.09

Die Erwerbstätigen in Deutschland legen im Job mehr Wert auf ein gutes Arbeitsklima als auf ein faires Gehalt. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Kundenkompass Zeitarbeit" von TimePartner und dem F.A.Z.-Institut. Demnach sind nette Kollegen und ein freundliches Arbeitsumfeld für 77 Prozent der Befragten die wichtigsten Faktoren für die persönliche Zufriedenheit am Arbeitsplatz.

Hamburg, 11. Februar 2009. Laut einer aktuellen Studie von TimePartner und dem F.A.Z.-Institut, bei der unter anderem die Job-Zufriedenheit von Arbeitnehmern in Deutschland unter die Lupe genommen wurde, ist das Gehalt nicht der alles entscheidende Faktor. Noch wichtiger als eine faire Bezahlung bzw. gute Sozialleistungen, die nur auf Rang 2 der wichtigsten Zufriedenheitsfaktoren kommen (65 Prozent), ist den Befragten in der Regel ein gutes Arbeitsklima (77 Prozent). Auch auf die Sicherheit ihrer Arbeitsstelle (72 Prozent) legen viele Wert, ebenso wie auf eine abwechslungsreiche Tätigkeit (52 Prozent) und gute Fortbildungsmöglichkeiten (44 Prozent). Im Faktorenranking folgen dann Wohnortnähe (41 Prozent) und flexible Arbeitszeiten (37 Prozent). Der Arbeitseinsatz in verschiedenen Bereichen und Aufstiegschancen (beides 28 Prozent) sind hingegen für das Gros weniger wichtig.

Gutes Arbeitsklima und Wohnortnähe werden vor allem von Frauen geschätzt
Frauen legen besonders großen Wert auf nette Kollegen und ein freundliches Arbeitsumfeld: Während 74 Prozent der Männer die Rolle des Arbeitsklimas für ihre Zufriedenheit am Arbeitsplatz als sehr wichtig einstufen, sind es 81 Prozent der Frauen.
Auch die räumliche Nähe des Arbeitsplatzes zum Wohnort ist für die befragten Frauen deutlich wichtiger als für die befragten Männer. Ein weiteres Ergebnis des „Kundenkompass Zeitarbeit“: Vor allem in den Jahren der Familiengründung und im Alter erlangt die Wohnortnähe bei den Arbeitnehmerinnen einen höheren Stellenwert.

Männer und Jüngere suchen Aufstiegschancen
Für sieben von zehn Männern sind die Möglichkeiten zum Weiterkommen im Beruf ein sehr wichtiger Faktor für ihre Zufriedenheit (30 Prozent). Auch jüngere Erwerbstätige sind stärker karriereorientiert als Ältere und messen den Aufstiegschancen für die persönliche Zufriedenheit am Arbeitsplatz eine wesentlich wichtigere Rolle bei. Ein Ergebnis, das zu erwarten war, denn je mehr sich das Berufsleben dem Ende entgegenneigt, desto weniger Bedeutung kommt der weiteren Karriereplanung zu.

Signifikante Unterschiede in den Berufsgruppen
Bei den Hilfsarbeitern stehen ein faires Gehalt bzw. Sozialleistungen (81 Prozent) und Arbeitsplatzsicherheit (96 Prozent) hoch im Kurs. Zwar herrscht in einigen Branchen ein Mangel an Fachkräften, aber für die Erwerbstätigen bedeutet Arbeitslosigkeit eine Bedrohung, die sie sich gerne entziehen möchten.
„Kaufmänner wollen Abwechslung: So ist eine abwechslungsreiche Tätigkeit neun von zehn Befragten wichtig, wenn es um die eigene Zufriedenheit am Arbeitsplatz geht.
Techniker und Ingenieure bevorzugen flexible Arbeitszeiten. 85 Prozent der Befragten dieser Berufsgruppe nennen diesen Punkt als wichtig oder sehr wichtig für ihre Job-Zufriedenheit. Das sind immerhin als 10 Prozentpunkte mehr als beim Durchschnitt der Befragten.
Das medizinische Fach- und Pflegepersonal bevorzugt vielfältige Arbeitsbereiche. Für acht von zehn Befragten dieser Berufsgruppe ist der Arbeitseinsatz in verschiedenen Bereichen ein wichtiger oder sehr wichtiger Faktor für ihre Zufriedenheit – deutlich mehr als für alle Befragten aus anderen Berufsgruppen.

„Zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind eine notwendige Voraussetzung für erfolgreiches Arbeiten“, fasst Sven Kilian, Vorsitzender der Geschäftsführung der TimePartner Holding GmbH, zusammen. „Dank der Studie wissen wir noch besser, was für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland wichtig ist und welche Anforderungen und Wünsche sie an einen Job haben.“

Der Kundenkompass „Zeitarbeit“ ist bei den Branchen- und Managementdiensten des F.A.Z.-Instituts erschienen und kann für 38 Euro unter  www.faz-institut.de oder über das Bestellformular von TimePartner angefordert werden.

Druckfähiges Bildmaterial finden Sie unter:  http://www.adpublica.com/presse.php?artid=1198


Hintergrundinformationen zum „Kundenkompass Zeitarbeit“:
Für den „Kundenkompass Zeitarbeit“ wurden im Juni 2008 1.000 Erwerbstätige in Deutschland ab 14 Jahren hinsichtlich ihrer Berührungspunkte mit der Branche Zeitarbeit, ihrer Arbeitsplatzzufriedenheit und der möglichen Beweggründe für einen Stellenwechsel befragt. Die interviewten Personen repräsentieren einen Querschnitt der entsprechenden Bevölkerungsgruppe in Deutschland. Die Befragung wurde in computergestützten Telefoninterviews anhand eines strukturierten Fragebogens nach der Methode des Computer Aided Telephone Interviewing (CATI) durchgeführt. Die Ermittlung der interviewten Erwerbstätigen erfolgte mittels einer mehrstufigen systematischen Zufallsauswahl.