Hoher Bildungsabschluss fördert Mobilität

26.03.09

Ein Arbeitsplatz um die Ecke – für 61 Prozent aller Erwerbstätigen war die Wohnortnähe der entscheidende Faktor für die Wahl des derzeitigen Arbeitgebers. Vor allem Arbeitnehmer im mittleren Lebensalter von 40 bis 59 Jahren schätzen es, nicht weit zur Arbeit fahren zu müssen. Bei hochqualifizierten Arbeitnehmern hingegen nimmt dieses Kriterium einen geringeren Stellenwert ein. Dies ergab die aktuelle Studie „Kundenkompass Zeitarbeit“ von TimePartner und dem F.A.Z.-Institut. 

Hamburg, 26. März 2009. Wer eine Universität besucht oder das Abitur in der Tasche hat, ist mobiler. Dies zeigt die aktuelle Studie „Kundenkompass Zeitarbeit“ von TimePartner und dem F.A.Z.-Institut auf. Für 51 Prozent war der wohnortnahe Standort der ausschlaggebende Grund, beim jetzigen Arbeitgeber zu arbeiten. Personen mit einem Hauptschul- oder mittleren Bildungsabschluss sind mit 63 Prozent, beziehungsweise 64 Prozent stärker an den Wohnort gebunden. Gerade Frauen bevorzugen einen nahen Arbeitsplatz – anders als Männer, die mehr Wert auf Branchenattraktivität legen (62 Prozent). Generell war die Attraktivität der Branche der zweitwichtigste Grund für die Entscheidung, beim derzeitigen Arbeitgeber als Mitarbeiter anzufangen (59 Prozent).

Mit einem höheren Bildungsgrad steigt nicht nur die Mobilität, sondern auch die Passgenauigkeit der jetzigen Tätigkeit. Für 62 Prozent der Hochschulabsolventen und Personen mit Abitur entspricht die Tätigkeit beim derzeitigen Arbeitgeber genau ihrer Qualifikation. Für diese Menschen war die Passgenauigkeit der entscheidende Grund für ihre berufliche Entscheidung. Beim medizinischen Fach- und Pflegepersonal schlägt dieser Faktor mit 76 Prozent am stärksten ins Gewicht, gefolgt von kaufmännischen Mitarbeitern, sowie Technikern und Ingenieuren (beide je 59 Prozent).

Obwohl die Arbeitszeit mit 41 Prozent in der Rangliste der Faktoren einen eher untergeordneten Stellenwert einnimmt, ist sie für Frauen ein wichtiges Entscheidungskriterium. Für die Hälfte aller Mitarbeiterinnen war die Arbeitszeit ein ausschlaggebender Grund für die Bewerbung beim jetzigen Arbeitgeber. In der männlichen Vergleichsgruppe hingegen sind dies nur 34 Prozent.

Dass es nicht immer leicht ist, einen passenden Job zu finden, belegt die Zahl derer, die keine Alternative zu ihrer derzeitigen Tätigkeit hatten. 26 Prozent aller Befragten gaben an, dass ihnen bei der Entscheidung für den derzeitigen Arbeitgeber keine anderen  Möglichkeiten offen standen.

„Die Studie zeigt, dass gerade hochqualifizierte Arbeitssuchende flexibler und mobiler werden. Auch für diese Gruppe ist Zeitarbeit immer eine attraktive Alternative“, erklärt Sven Kilian, Vorsitzender der Geschäftsführung der TimePartner Holding GmbH. „Die Zeitarbeitsbrache bietet ein breites Portfolio unterschiedlicher Jobs und eröffnet für Mitarbeiter eine Vielzahl von Möglichkeiten, verschiedene Tätigkeiten kennenzulernen und Erfahrung zu sammeln. Dies wirkt sich wieder positiv auf kommende Bewerbungen aus.“