BERUFSVORAUSSETZUNGEN,
QUALIFIKATIONEN UND AUSBILDUNG
Es gibt unterschiedliche Qualifikationsstufen (DGUV Grundsatz 308-001) für den Beruf des Staplerfahrers. Sie gliedert sich in drei Stufen - eine allgemeine (Stufe 1), eine Zusatz- (Sufe 2) und eine betriebliche Ausbildung.
Da sich bei der allgemeinen Qualifikation nicht immer sagen lässt, ob mit verschiedenen Staplermodellen gearbeitet wurde, muss bei reiner Arbeit mit einem klassischen Frontgabelstapler eine Zusatzausbildung in Stufe 2 erfolgen. Ansonsten dürfen keine anderen Modelle bedient werden. Dazu würden z.B. Kompaktlader, Schubmaststapler oder Geländestapler gehören. Das anstellende Unternehmen muss dafür sorgen, dass der eingestellte Gabelstaplerfahrer über die notwendige Qualifikation für den Betrieb verfügt.
Für die Ausbildung zum Staplerfahrer wird ein mechanisches und technisches Grundverständnis erwartet. Sorgfältiges, präzises und verantwortungsvolles Arbeiten und das Einhalten aller Sicherheitsstandards im Unternehmen zählen ebenso dazu.
Es handelt sich nicht um einen klassischen Ausbildungsberuf, auch sind keine anderen Ausbildungen oder ein bestimmter Schulabschluss notwendig. Dennoch haben viele der in Unternehmen tätigen Staplerfahrer die Ausbildung zum Fachlageristen durchlaufen, bereits Erfahrungen im Lageralltag als Lagerarbeiter oder Kommissionierer gesammelt.
Den Gabelstapler selbst darf man nur mit einer entsprechenden Berechtigung führen – dem Gabelstaplerschein, dem Staplerführerschein oder dem Staplerschein. Diese Berechtigung (offizielle Bezeichnung „Ausbildung und Beauftragung der Fahrer von Flurförderzeugen mit Fahrersitz und Fahrerstand“) kann man direkt in einer unserer Staplerakademien in Wittlich und Berlin erwerben. Zusätzlich kann man diesen auch beim TÜV, bei Dekra oder einem freiberuflichen Ausbilder innerhalb weniger Tage erwerben. Die Schulung besteht sowohl aus theoretischen wie praktischen Prüfungsteilen und die Kosten liegen etwa bei 250 €. Ist man bei einem Unternehmen bereits angestellt und bildet sich weiter, werden die Kosten oft vom Arbeitgeber übernommen. Eine Zusatzausbildung lohnt sich aber auch für alle, die rund um Waren und Produktion tätig sind, da sie die Chancen auf eine neue, besser bezahlte Stelle bei der Jobsuche erhöhen.