Stapler-/Gabelstaplerfahrer
das Bindeglied zwischen Herstellung und Versand.

Was ist und macht ein Staplerfahrer?

In allen großen Handelsunternehmen, in zahlreichen, mittelständischen Herstellungsbetrieben oder überall dort, wo große Warenmengen bewegt werden müssen, kommen Stapler-/Gabelstaplerfahrer zum Einsatz. Sie sind für das Verladen und Einlagern von Waren innerhalb des Unternehmens ebenso verantwortlich, wie für das Bereitstellen von Waren für den Weitertransport. Das Einhalten von Lieferketten ist in vielen Unternehmen ohne einen oder mehrere Staplerfahrer nicht möglich. Arbeit im Schichtbetrieb teils rund um die Uhr ist möglich, da auch das Kommissionieren, die Vorbereitungen und das Zusammenstellen der Ware und die Befüllung bereitstehender LKWs für den Weitertransport zu den Aufgaben eines Staplerfahrers zähen können.
Ein verantwortungsvolles Arbeiten und gute Kenntnis geltender Arbeits- und Gefahrgutvorschriften gehören zu den Voraussetzungen für die Tätigkeit.

Die Arbeit erfordert ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein, da beim Bewegen von großen Warenmengen schwere Arbeitsunfälle gravierende Folgen haben können. In den meist großen Warenlagerhallen und den Versandbereichen arbeiten zahlreiche Personen, die beim Rangieren immer im Blick behalten werden müssen. Die Ware auf den bewegten Paletten muss umfassend gesichert und beim Ein- und Umlagern sorgfältig gelagert werden. Umsicht und Genauigkeit hat dabei immer oberste Priorität.

Neben dem Einlagern und Bewegen von Waren kümmert sich der Staplerfahrer in vielen Unternehmen auch um die Kommissionierung und korrekte Sicherung der Ware. Dies gilt sowohl für die Befüllung der eigenen Warenlager wie auch für die ausreichende Vorbereitung für den sicheren Weitertransport. Da je nach Unternehmen auch Gefahrgutstoffe transportiert werden, muss eine umfassende Kenntnis der aktuellen Gefahrgutvorschriften und das Erkennen der entsprechenden Kennzeichnungen auf angelieferter oder eingelagerter Ware vorhanden sein und die entsprechenden Warnhinweise müssen eingehalten werden.

In speziellen Logistikzentren, den Logistikbereichen zahlreicher großer und kleiner Unternehmen, in großen Warenlagern und Versandzentren läuft ohne Gabelstaplerfahrer nur wenig. Das Stellenangebot ist entsprechend groß. Wer einen Staplerschein vorweisen kann und bereits erste, praktische Erfahrungen als Lagerarbeiter gemacht hat, kann eine Aus- oder Weiterbildungen zum Kommissionierer, zum Fachlageristen oder zur Fachkraft für Lagerlogistik anschließen.

AUFGABEN UND TÄTIGKEITEN EINES STAPLERFAHRERS
EINE KURZÜBERSICHT

Stapler-/Gabelstaplerfahrer werden in Betrieben eingesetzt, wenn Waren von einem Ort zum anderen transportiert werden müssen. Ihre Arbeitsorte sind in der Regel Lagerhallen, in denen Waren ein- oder umgelagert werden, zum Teil auch mit Kundenkontakt.

Je nach Größe und Art des Unternehmens variiert der Tätigkeitsschwerpunkt, der Arbeitsort und der Umfang der zu leistende Arbeiten.

  • Ihre Hauptaufgabe ist das fachgerechte und zeitlich korrekte einlagern und auslagern von Waren. Dabei müssen allgemeine Lagervorschriften und produktspezifische Einlagerungsanforderungen beachtet und eingehalten werden (z.B spezielle Temperatur-, Luftfeuchtigkeitsvorschriften).
  • Sie be- und entladen ankommende LKWs.
  • Sie stellen die Waren für die Kommissionierer bereit oder kommissionieren selbst und scannen die zusammengestellte Ware in der Regel mit Handscannern ab.
  • Ebenso wie die korrekte Verbuchung von Warenein- und Warenausgang zählt häufig auch die Kontrolle der Ladepapiere zu den täglichen Arbeiten.
  • Für den Versand müssen die Waren transportsicher verpackt und je nach Bedarf muss auch eingelagerte Ware fachgerecht gesichert werden.
  • Innerhalb von Unternehmen des produzierenden Gewerbes transportieren Staplerfahrer Materialien zu Werkstätten und Maschinen.
  • Sie sind geübt im Umgang mit allen modernen Lagertransportgeräten und bedienen neben dem Gabelstapler (hierfür ist der ‚Flurförderschein‘ erforderlich) auch andere, größere Geräte (unter anderem Handhubwagen).
  • Für die Instandsetzung und Pflege der genutzten Geräte ist der Staplerfahrer ebenso verantwortlich, wie für die Ordnung und Sauberkeit in den von ihm betreuten Lagerbereichen.
  • Für den Warenein- und Ausgang ist auch der Umgang mit Computern und anderer Kleintechnik erforderlich, angefangen von der meist computergestützten Warenverbuchung, der Arbeit mit Handscannern bis hin zu Barcode-Lesegeräten. Dies ist unabdingbar für die Nachverfolgung der Warenströme im Unternehmen und der täglichen Aktualisierung des Lagerbestands.

ARBEITSORTE

Der Arbeitsort kann variieren. Je nach Unternehmen und zu transportierenden Waren oder Materialien liegt dieser in Lagerhallen und Fabrikgebäuden, aber auch die Arbeit auf Ladehöfen oder generell im Freien ist möglich. Auch Flughäfen, Hafenanlagen, Kühl- oder Tiefkühlhäuser sind potenzielle Arbeitsorte.

  • In großen Lagerhallen kümmern sich Staplerfahrer vorwiegend um das Be- und Entladen eintreffender LKWs und der anschließenden, sachgerechten Einlagerung der gelieferten Waren.
  • In großen Verkaufsräumen mit Kundenverkehr (z.B. Baumarkt/Baumarkt-Auslieferungen oder großer Einzelhandel) ist die Bestückung der Regale mit Waren vorrangige Aufgabe, mit besonderem Augenmerk auf die anwesenden Kunden.
  • In Betrieben mit größeren Produktionsstraßen oder verschiedenen Werkshallen hat die Versorgung der einzelnen Bereiche mit ausreichend Material oberste Priorität, damit die Produktion nicht zum Stillstand kommt. Dies würde jedes Unternehmen viel Zeit und Geld kosten.

ARBEITSZEITEN

Schichtdienst gehört für viele Staplerfahrer zum Standard, da sie für den reibungslosen Ablauf der Produktion und die Weiterleitung der Waren verantwortlich sind. Daher richtet sich die täglichen Arbeitszeiten stark nach dem anstellenden Unternehmen.

  • Es wird regelmäßig in zwei oder drei Schichten gearbeitet (Früh-Spätschichten – oder Früh-, Spät- und Nachtschichten)
  • Arbeit zu speziellen Zeiten ist ebenfalls möglich, wenn Stapler-/Gabelstaplerfahrer gezielt z.B. zum Be- und Entladen von LKWs eingesetzt werden, die in der Regel abgestimmte Anlieferungszeiten haben.
  • Die abgeleistete Stundenzahl kann daher stark variieren und Staplerfahrer werden sowohl auf Stundenbasis als auch in Festanstellung angestellt.
  • Da der reibungslose Warenverkehr in vielen Unternehmen auch am Wochenende sichergestellt werden muss, sind auch Wochenendarbeitszeiten möglich.
  • Überstunden können anfallen, werden aber, wie die Wochenendarbeitszeit, mit Zuschlägen vergütet.

BERUFSVORAUSSETZUNGEN,
QUALIFIKATIONEN UND AUSBILDUNG

Es gibt unterschiedliche Qualifikationsstufen (DGUV Grundsatz 308-001) für den Beruf des Staplerfahrers. Sie gliedert sich in drei Stufen - eine allgemeine (Stufe 1), eine Zusatz- (Sufe 2) und eine betriebliche Ausbildung.

Da sich bei der allgemeinen Qualifikation nicht immer sagen lässt, ob mit verschiedenen Staplermodellen gearbeitet wurde, muss bei reiner Arbeit mit einem klassischen Frontgabelstapler eine Zusatzausbildung in Stufe 2 erfolgen. Ansonsten dürfen keine anderen Modelle bedient werden. Dazu würden z.B. Kompaktlader, Schubmaststapler oder Geländestapler gehören. Das anstellende Unternehmen muss dafür sorgen, dass der eingestellte Gabelstaplerfahrer über die notwendige Qualifikation für den Betrieb verfügt.

Für die Ausbildung zum Staplerfahrer wird ein mechanisches und technisches Grundverständnis erwartet. Sorgfältiges, präzises und verantwortungsvolles Arbeiten und das Einhalten aller Sicherheitsstandards im Unternehmen zählen ebenso dazu.

Es handelt sich nicht um einen klassischen Ausbildungsberuf, auch sind keine anderen Ausbildungen oder ein bestimmter Schulabschluss notwendig. Dennoch haben viele der in Unternehmen tätigen Staplerfahrer die Ausbildung zum Fachlageristen durchlaufen, bereits Erfahrungen im Lageralltag als Lagerarbeiter oder Kommissionierer gesammelt.

Den Gabelstapler selbst darf man nur mit einer entsprechenden Berechtigung führen – dem Gabelstaplerschein, dem Staplerführerschein oder dem Staplerschein. Diese Berechtigung (offizielle Bezeichnung „Ausbildung und Beauftragung der Fahrer von Flurförderzeugen mit Fahrersitz und Fahrerstand“) kann man direkt in einer unserer Staplerakademien in Wittlich und Berlin erwerben. Zusätzlich kann man diesen auch beim TÜV, bei Dekra oder einem freiberuflichen Ausbilder innerhalb weniger Tage erwerben. Die Schulung besteht sowohl aus theoretischen wie praktischen Prüfungsteilen und die Kosten liegen etwa bei 250 €. Ist man bei einem Unternehmen bereits angestellt und bildet sich weiter, werden die Kosten oft vom Arbeitgeber übernommen. Eine Zusatzausbildung lohnt sich aber auch für alle, die rund um Waren und Produktion tätig sind, da sie die Chancen auf eine neue, besser bezahlte Stelle bei der Jobsuche erhöhen.

GRUNDVORAUSSETZUNGEN FÜR DEN STAPLERSCHEIN:

  • Mindestens 18, ab und an ist der Erwerb im Betrieb auch ab 16 möglich.
  • Es muss eine arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung erfolgen, die die körperliche Eignung bescheinigt.
  • Evtl. eine schriftliche Beantragung durch den Arbeitgeber.
  • Ein PKW- oder LKW-Führerschein ist keine zwingende Voraussetzung.

Wichtig:

Bei der Ausbildung sollte darauf geachtet werden, dass möglichst viele Gabelstaplertypen integriert sind. Denn je vielfältiger die Ausbildung, desto flexibler sind die Einsatzmöglichkeiten im Unternehmen, was für jeden Arbeitgeber nur Vorteile bietet und für den Staplerfahrer bessere Jobaussichten bedeutet.

VERGÜTUNG

Die Vergütung richtet sich beim Staplerfahrer stark nach der Art, Größe und Branche des Unternehmens und ist zusätzlich abhängig von weiteren Kriterien.

Dazu zählen:

  • Berufserfahrung
  • Mögliche Zusatzqualifikationen (z. B. Bedienung von verschiedenen Gabelstaplertypen)
  • Wird im Schichtdienst gearbeitet oder nicht, wenn ja werden entsprechende Schichtzulagen gezahlt.
  • Bundesland

 

  • Die Branche des Unternehmens bestimmt den Rahmentarifvertrag, über Abweichungen gibt der Tarifvertrag des Unternehmens Aufschluss.
  • Art und Umfang der Tätigkeit.
  • Verantwortungsbereiche und Aufgabenfelder.

Das Durchschnittbruttogehalt lässt sich etwa zwischen 1.700 € und 2.340 € ansiedeln (Stand: Juli 2021, Quelle: Gehalt.de).

Wird nach Stundenlohn gezahlt starten viele Staplerfahrer mit einem Einstiegsstundenlohn von 13,50 €. Je nach Unternehmen werden gestaffelte Erhöhung, abhängig von Berufserfahrung und Dauer der Tätigkeit im Unternehmen, angeboten. So kann der Stundenlohn im Einzelfall auch mehr als 19 € betragen. (Stand: Juli 2021, Quelle: Indeed.de).

Je nach Unternehmen und auch nach den persönlicher Gehaltsverhandlung werden zusätzlich Fahrtkostenzuschüsse für den Weg zur Arbeit gezahlt oder Zuschüsse zur Altersvorsorge.

Tipps für die Gehaltsverhandlung, durschnittliche Stunden- und Gesamtgehaltshöhen finden sich im Netz und lassen sich in Gehaltsverhandlungen einbringen.

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